Die abenteuerliche Geschichte des Tobias-Haus

Manche Geschichten schlummern lange vor sich hin, geraten in Vergessenheit und werden plötzlich wiederentdeckt und veröffentlicht.

Die Geschichte vom Tobias-Haus ist so eine. Sie beginnt 1850 am Baumwall in Hamburg. Der Hamburger Hafen beginnt wirtschaftlich zu prosperieren. Wer in den vielen neuen Werften in Grasbrook und Steinwärder arbeiten wollte, musste sich vom Kapitän und Unternehmer Heinrich Grell Ruderboote mieten und bei oft schwerem Wetter die Elbe überqueren, was viele Menschenleben kostete. Grell ließ daraufhin erste Dampfschiffe entwickeln, die sicherer waren als die Ruderboote, aber während der eisigen Winter 1960 und 1970 im Packeis festsaßen. Die Entwicklung des ersten funktionstüchtigen Eisbrechers folgte.

Wie auch die Enteignung Grells durch ein Hamburger Wirtschaftskonglomerat.

Mit der Abfindung gründet Grell zusammen mit seinem Sohn Heinrich in der Hamburger Innenstadt ein Equipagengeschäft. Als Heinrich sich mit seinen Söhnen überwirft und sie enterbt, gründet er eine Stiftung mit dem Zweck, alten Menschen ein neues Zuhause geben, in dem sie geschützt, gepflegt und gefördert werden.

Der Auftrag geht an einen Architekten, den seine eigene, schicksalhafte Geschichte schließlich mit der Grell-Stiftung verbindet.

Das Tobias-Haus ist kein Ort wie jeder andere. Seine abenteuerliche Geschichte wurde jetzt gemeinsam vom Tobias-Haus-Architekten Jürgen Karsten und dem Journalisten Mark Kuntz  in einer spannenden Dokumentation veröffentlicht.

Wir freuen uns sehr darüber.

Der Grundstein der Grell-Stiftung

Der Eisbrecher “Eisfuchs” 1871

Skizze und fertiger Bau